Cricket: Ein Stück Heimat in der Fremde | Sportclub | NDR Doku


Untertitel:
Norddeutscher Rundfunk 2019 ♪ Schwungvolle Musik ♪ (Sportkommentar auf Englisch) ♪ Schwungvolle Musik ♪ (Kommentator) * A first appearence of
SG Findorff from Bremen in Germany. * ♪ Schwungvolle Musik ♪ Samstagmorgen. Eine der erfolgreichsten
Cricket-Mannschaften Deutschlands trifft sich zum Training. Das Team der SG Findorff Bremen
hat Großes vor. Ich hab sehr wenig geschlafen. Wollen wir?
Wir haben nicht viel Zeit. Sie haben einen Profiplatz
in den Niederlanden gebucht: 260 km von Bremen entfernt. In den Niederlanden ist Cricket
seit über 100 Jahren etabliert. In Deutschland ist es Amateursport. Deswegen trainieren die Bremer hier –
ein internationales Turnier steht an. Hamid Wardak hat dieses Training
für seine Mannschaft mitorganisiert und will den Trainingstag
optimal nutzen. In Deutschland haben wir nicht
so ein Wicket, nicht mal eins! Weil es kostet viel Geld und Zeit,
das vorbereitet zu haben, für Spiele vorzubereiten. Die Findorff-Amateure nehmen
als einziges deutsches Team an der European Cricket League (ECL)
teil. Sie findet dieses Jahr
erstmals statt. Als amtierender Deutscher Meister
in der verkürzten Spielform T20 sind sie qualifiziert. In Pakistan
wird mitunter tagelang gespielt. Ein Bundesligaspiel
dauert acht Stunden. Einer der Gründe, warum deutscher Cricket vor
allem von Einwanderern gespielt wird: Sie sind damit aufgewachsen. Um das Spiel
zuschauerfreundlicher zu machen, gibt es auch deutlich kürzere Formen. Von den Deventer Profis neben können
sich die Bremer viel abgucken. Guckt deren Batsmen. Wie wir gegen KSV gelaufen sind,
war School Cricket. Deren Kinder spielen besser. Nicht schlechter erzählen,
positiv bleiben. Ja, nur damit wach werden. Also nicht hier kommen, abschalten. Gucken, gucken, lernen. Wir sind für Vorbereitung für ECL,
das wir in Spanien spielen. Da sind alle Champions aus Europa,
wir werden Deutschland treten, vertreten. Also, dafür
laufen jetzt die Vorbereitungen. Wir haben eine Ziel,
und wir wollen diese Ziel erreichen. Wir sollen erst 20 Bälle spielen,
damit wir wissen: Ah, so verhält sich der Pitch,
danach gehen wir in Match Modus. An so einen Profiplatz müssen sich
die Bundesligaspieler erst gewöhnen. Fielding, der Ball kommt nicht hoch. Der bleibt immer unten,
nicht wie bei uns. Der springt nicht auf einmal hoch. Also immer … hier. Hamid will keine Zeit verschwenden. Heute ist letzte Trainingsmöglichkeit
vor dem internationalen Turnier. Wir hatten drei Stunden
zum Trainieren, aber die Jungs kamen später. Deswegen haben wir sehr wenig Zeit. Ich möchte gerne,
dass jeder genug Bälle gespielt hat. Dass wir das ausnutzen können,
die Gelegenheit, hier zu spielen. In der aktuellen Saison
ist die Titelverteidigung offen. Das Selbstvertrauen dafür wollen sie sich bei ihrem wichtigsten
europäischen Turnier holen. Im Team spielen Inder,
Afghanen und Pakistaner zusammen. Keine Selbstverständlichkeit, dass diese Nationen
so friedlich miteinander umgehen. Der Sport und das Ziel
einen die Mannschaft. Trainier Ifthikar Khan
hat die richtige, vermittelnde Art. Er freut sich
über die Bedingungen hier. In Deutschland ganz anders,
das heißt, eine Kunstrasen. Das ist richtig eine Platz
für Cricket, kann man sagen. Ja, ein bisschen anders, aber toll. Es wird nicht gegen die Uhr gespielt,
sondern es gibt Innings. Zwei Mannschaften a elf Spieler. Für jedes Hin- und Herlaufen
gibt es einen Punkt. Wird der Ball bis zur Spielfeldgrenze
geschlagen, gibt es vier, darüber hinaus sogar sechs Punkte. Ziel der Schlagmänner, der Batsmen: So viele Punkte
wie möglich zu machen. Die anderen werfen und fangen. Ihr Ziel:
Die Batsmen aus dem Spiel zu werfen. Etwa, indem sie das Tor hinter ihnen,
das Wicket, umschmeißen. Der Batsman wird ersetzt. Im zweiten Inning
schlagen die anderen. Sie müssen die Punkte
des ersten Inning übertreffen. Schaffen sie das,
bevor alle ihre Batsmen ausscheiden, ist das Spiel vorbei. Eine Woche noch, dann geht es nach Spanien
zur Europäischen Cricket League. Wir sind die Besten in Deutschland, und dann werden wir bestimmt
auch in Europa die Besten sein. Wir werden die EM nach Hause holen. Dieses Selbstvertrauen
haben sie sich hart erarbeitet. Seit 2013 gibt es beim SG Findorff
die Cricket-Abteilung. Ein Zuhause
für verschiedene Nationen und alle, die mit dem Cricket-Virus
infiziert sind. Alles dank ihr: Nisar Tahir. Sie und ihr Mann Muhammad
gründeten die Mannschaft, weil ihnen Cricket in Bremen fehlte. Es fing ja alles damit an, dass mein Mann immer
Cricket im Internet geguckt hat. Und dann habe ich versucht,
um ihn besser kennenzulernen, Cricket zu verstehen. Dadurch haben wir
das gemeinsam aufgebaut. SG Findorff macht mit,
gibt dem Team ein Zuhause. Am Anfang hat die Mannschaft
nur sieben Mitglieder. Nisar und Muhammad
machen Aushänge an der Uni: Sie werben pakistanische
und indische Studenten, die hier Anschluss suchen. Sie sammeln mühsam Sponsorengelder. Ihr Herz schlägt
für den Gentleman-Sport, bei dem Höflichkeit und Respekt
die obersten Regeln sind. 2015: die Flüchtlingswelle. Mit ihr kommen
viele Menschen aus Afghanistan. Auch in der Flüchtlingshilfe
engagiert sich Nisar. Eigentlich wollte ich
nur Flüchtlingen helfen. Also bin ich ein Heim gegangen,
habe gefragt, ob die Hilfe gebrauchen können. Ich sagte, wir haben auch
eine Sportart, Cricket, das können die dann
bei uns auch noch spielen. Und ganz viele saßen da,
afghanische Flüchtlinge, und ich sprach ja Deutsch. Und als das Wort “Cricket” fiel,
da haben die gesagt: Cricket? Cricket? Zweimal hintereinander, und dann
wurde das wie ein Lauffeuer: Cricket, Cricket, Cricket. Dann kamen wirklich
scharenweise Flüchtlinge zu uns und fühlten sich sofort zu Hause. Das verbindet sich alles mit Sport,
das fand ich schön. Kein Mensch, der ein gutes Zuhause
hat, verlässt zu Hause. Davon bin ich überzeugt. Diese Jugendliche … … haben Mütter verlassen,
die sie über alles geliebt haben. Väter haben Söhne weggeschickt,
weil sie Angst hatten, dass die Taliban die holen. Da muss der Sohn nachts packen
und sagen: “Du musst über die Grenze,
sieh zu, dass du wegkommst.” Hamid weiß, was Flucht bedeutet. Seine afghanische Familie flieht in den 90ern
vor den Taliban nach Pakistan. Er nimmt sich junger Spieler wie Aziz
an, die erst 2014 geflohen sind. In Afghanistan dachte ich nicht,
je wieder Cricket zu spielen. Ein Freund meines Vaters half mir. Er erzählten nichts
von den Problemen auf dem Weg. Er sagte, man bleibt sieben
oder acht Tage hier oder dort. Er wollte mich
in einem Monat herbringen. Ich wusste nicht,
dass ich nach Deutschland reise, oder wie es hier ist. Ich hatte kaum Informationen
über Deutschland. Er erzählte, der Weg sei einfach. 15 oder 20 Tage
waren wir zu Fuß unterwegs, sind zehn Stunden oder zwei Tage
am Stück gelaufen. Die Reise hat
dauerte sieben oder acht Monate. Und der Cricket-Sport
entwickelt sich: Verzeichnen deutsche Vereine
2013 nur 1500 Mitglieder, sind es 2019 schon 6000. Auch Findorff
profitiert von diesem Trend. Vor der Flüchtlingswelle
war das Niveau nicht so gut. Es sind nicht so viele neue Spieler
gekommen, junge Spieler. Unser Durchschnittsalter war damals
bei Bundesliga 38 oder so. Und auf einmal
haben wir Leute wie Aziz: 20, 25 Jungs auf einmal,
die jung sind, die Leidenschaft mitgebracht haben
und den Willen zu lernen. Wenn ich zum Training komme,
ich sehe meine ganzen Freunde. Wir haben die gleiche Kultur,
wir haben die gleiche Sprache, ob Pakistaner,
Afghaner oder Indianer. Also, da kommt viel Spaß. Jetzt ich kenn viele Leute,
ich hab viele Freunden. Und das alles wegen Cricket. Natürlich, man muss sich
hier integrieren, sich anpassen. Aber dann braucht man
auch ein Stück von seiner Heimat. Und das wäre dann für uns Cricket,
plus die Leute von der Heimat. Man ist glücklicher. Der Erfolg bleibt nicht lange aus. Binnen eines Jahres folgt
der Aufstieg in die Bundesliga. Und drei Jahre nach der Gründung wird SG Findorff
erstmals Deutscher Meister. ♪ Musik ♪ Bis 2019 folgen fünf norddeutsche
und ein deutscher Meistertitel: In der Kurzform T20. Damit sind sie das
erfolgreichste Team Norddeutschlands. Der Zusammenhalt der Mannschaft
und vom Menschlichen her war da. Das miteinander Verstehen, miteinander über alles
sprechen können, sich frei fühlen. Das ist einer der Gründe, das die
Mannschaft so erfolgreich machte. Durch ihr sportliches
und soziales Engagement fällt Nisar Bremer Politikern auf. 2018 ist sie zu einem Empfang
mit dem Bundespräsidenten eingeladen. Soll ich dir deine Einladung geben? Ach ja, Ausweis brauch ich noch. Ist im Auto, ne? Ich schreib jedem in der Gruppe:
Ausweis nicht vergessen. Das wäre schön,
wenn du jetzt vergessen hättest. Ich vergesse nicht. Der Bundespräsident will
die Ehrenamtlichen Bremens würdigen. Nisars größte Sorge:
dass ihre Schützlinge zu spät kommen. Das weiß man vorher, das sage ich
immer wieder, das weiß man vorher. Es ist Feierabendzeit,
da ist halt Stau. Ich hab gesagt,
die sollen 17.30 Uhr da sein. Und ich bin sicher,
die sind nicht viertel vor da. Ich hatte mal mit meiner Schwester
so eine Diskussion. Sie sagte, also … hat sie gesagt: “Weißt du, eine Sache
habe ich immer an dir gehasst.” Was denn? Du hast immer gesagt,
ich schaff das. Egal wie schwer das war,
du hast gesagt, ich schaffe das. Ich so: Ja, so sehe ich das. So finde ich das. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Und ich habe meistens geschafft. Sie nennen wir Badji. Badji heißt
die ältere Schwester auf Urdu, und das ist sie für uns alle. Sie setzt sich für jeden ein,
sie helft die neue, die Flüchtlinge. Sie hat mehr gemacht
als jeder andere. Meine Damen und Herren,
der Bundespräsident! Seit dem Erfolg ihrer Cricket-Jungs ist Nisar
Stammgast im Bremer Rathaus. Sie steht beispielhaft
für die Integrationsarbeit so vieler Ehrenamtlicher. Herr Steinmeier hat das erwähnt,
als wir mit vorne waren: Hier sitzen Menschen,
die Land Bremen mitgestalten. Und ich finde schon: Diese Mitgestaltung
gehören wir auch dazu, indem wir viele Menschen
miteinander bringen. Dass sie ein Stück Heimat bei uns
durch den Sport finden. Endlich ist es soweit. SG Findorffs Cricket-Team
macht sich auf den Weg nach Spanien zur ersten
Europäischen Cricket League. Wer fehlt noch? Die besten Teams Europas
werden um den Pokal kämpfen. Und Bremen ist dabei. Motiviert? Ja. Muss. Aufgeregt? Ja, bisschen. Farooq,
anerkannt geflüchtet aus Afghanistan, ist seit 2017 bei Findorff. Auslandsreisen sind
nicht selbstverständlich für ihn. Drei Jahre, fünf Monaten,
ich habe gewartet auf diese Pass. Ich freue mich,
ich fliege in Spanien zu ECL. Und: Inshallah. ♪ Dynamische Rhythmen ♪ In La Manga trifft Findorff
auf Mannschaften aus Spanien, Rumänien, Frankreich, Dänemark,
Russland, Holland und Italien. Die Spiele
werden in 150 Länder übertragen. Auch die Familien
der Findorff-Jungs in Indien, Afghanistan und Pakistan schauen zu. Findorffs erstes Match
ist gegen Brescia, ein bekannt starker Gegner. Bisschen nervös sind wir alle. Das wird spannend, nicht einseitig. Medial gesehen
ist Cricket ein Großereignis. Die letzte WM wurde von
einer Milliarde live im TV verfolgt. Damit ist Cricket
die zweitgrößte Sportart der Welt. Um die Europa League
medial attraktiv zu machen, wurde die Anzahl der Würfe
pro Inning reduziert: Damit die Spieldauer begrenzt. Ins Leben gerufen wurde die ECL
von Daniel Weston: Ein begeisterter Cricket-Spieler und Mitglied
der deutschen Nationalmannschaft. Seine Mission: Cricket
in der Welt bekannter zu machen. Ob ich entspannt bin? Nein. Ich werde bis Mittwochabend
nicht entspannt sein, wenn die Trophäe überreicht ist. Ich hoffe,
wir können es alle genießen. Im Moment läuft das erste Match,
aufregend! Wir lernen noch dazu,
es ist das erste Mal überhaupt. Ein historischer Morgen für uns. Wir haben ein unglaubliches Team,
das sich mächtig ins Zeug legt. Und versuchen etwas Magisches. Hier treffen sich Spieler aller
Nationen und sozialer Schichten. Maroof aus Indien arbeitet
bis zu 70 Stunden die Woche als Chirurg in Westerstede. Die Herausforderung ist körperlich
und intellektuell. Das ist das, was mich anzieht. Man muss körperlich fit sein,
man muss auch im Kopf, also das ist wie
ein Schachmattspiel aufm Feld. Das sind gute Jungs,
ältere, jüngere, das ist wirklich wie eine Familie. Wenn ich die nicht hätte, hätte ich meine Sprache gar nicht
gesprochen die letzten fünf Jahre. Das bringt uns zusammen. Wir alle lieben diesen Sport
und haben sehr viel Spaß dabei. Und nicht Red Bull trinken,
nur Wasser, bitte! Noch 20 Minuten bis zum ersten Spiel. Wir sind confident,
weil wir haben gerade trainiert, und die Leute
sind wirklich gut drauf. Und ich hoffe,
dass wir alle zusammen packen. Ja, wir hoffen,
wir machen die Punkte 100 plus. Das ist unser Ziel. Shafqat und Hamid werden als Erstes
für Findorff schlagen. Cool bleiben, Wasser trinken
und denken: Was ist dein Ziel? Das schwere Spiel
gegen Italien steht an. Zeit, sich zu konzentrieren. Ja, so zwei, drei Minuten,
dass man ein bisschen relaxed. Dass man in sich geht,
dass man ein bisschen ruhiger wird, dass nicht die Nervosität kommt. Das ist schon ein großes Spiel. Batsmen, if you just come
around the bat, please. Alles ist neu – selbst der
festgelegte Ablauf fürs Fernsehen. Shafqat wird nervös. Einfach,
als ob wir ein Trainingsspiel haben. Letztendlich spielen wir den Ball,
den wir immer spielen. * The first appearance of SG Findorff
from Bremen in Germany. * Das ist das Taktspiel, ne? Wenn wir positiv anfangen,
ist es einfacher. Die beiden Batsmen müssen
so viele Runs wie möglich machen. Und das läuft im ersten Inning
ganz gut. Findorff schafft 97 Runs. Extra angereist: Nisars Mann Muhammad und Brian Mantle
vom Deutschen Cricket Bund. Es gibt sehr viel Potential. Wir wachsen sehr schnell. Dieses Turnier, das von
der Organisation professionell ist, gibt uns die Möglichkeiten,
uns zu profilieren. Millionen Leute
schauen dieses Spiel. Runde 2: Findorff ist dran
mit Werfen und Fangen. Brescia schlägt und muss
Findorffs Runs übertreffen. Schaffen sie es vor Ende
der Spielzeit, ist das Match vorbei. Gegen die italienischen Batsmen
sind die Bremer machtlos. Unsere deutsche Nationalmannschaft hat dieses Jahr
zehn internationale Spiele gespielt. Davon haben wir drei verloren –
alle gegen Italien. Das heißt, deren Mannschaft
ist etwas stärker als unsere. Am Abend: Fehleranalyse per Handy. Er schaltet nicht ab. Er hat die ganze Zeit
geguckt auf Repeat: Was habe ich hier gemacht,
was habe ich hier gemacht. Sportlich lief es nicht so gut. Auch im Leben
sind noch nicht alle angekommen. Vor allem die Job-Frage
drängt manche. Also, suche ich gerade Ausbildung,
habe ich 50 Bewerbungen geschickt, aber habe ich noch nicht gefunden. Meine Familie braucht Helfen,
mein Helfen. Ich kann nicht jeden Monat,
aber manchmal ich schicke Geld. Hamid hat schlechte Nachrichten
aus Afghanistan. Heute vorm Spiel
habe ich mitbekommen, dass meine Tante gestorben ist. Am Anfang habe ich
das nicht so gemerkt, aber je alleiner man wird,
desto mehr kommt das dann halt. Erinnert man sich an die Zeiten,
die man mit denen verbracht hat, und die Emotionen
irgendwann kicken schon auf. Der nächste Tag. Nisar ist nachgekommen. Endlich Unterstützung von Badji,
der großen Schwester. Aziza? Ja.
Du schaffst das, das weißt du, ne? Du bist ein toller Spieler,
du bist ein Nationalspieler. Du machst das schon, zeig’s denen! Okay, danke schön. You have to understand
that me as a German, I have to be little bit in favour
of my German colleagues there. Well, Phil, that’s
absolutely understandable. Souverän besiegen die Bremer
das russische und spanische Team. Das bedeutet: Halbfinale. Nur noch das Spiel
gegen das starke dänische Team trennt Findorff vom Finale. * I think
the Germans are doing a good job. * * I mean, you have to consider
the story of Findorff. * * They only got formed in 2013. * (alle) SG Findorff! Aziz, zuhören. Deutsch? Versteht jeder Deutsch?
Nein. Leider nicht. Hör mal zu. Ganz normal,
ganz normal Cricket spielen. Findorff fängt mit Werfen an. In unseren … Bereich. Bereich. Jeder ist bereit,
für den anderen was zu tun. Das ist ein Teamsport,
und darauf wird es ankommen. Das ist Halbfinale,
die Spieler kommen doch unter Druck. Das ist schwer, aber versuchen wir,
Inshallah. Wir sind die Besten. Ja, ja, ja. Das “Bowling” läuft gut. Svanholm
kann nicht viele Punkte machen. Jetzt kommt es
auf das zweite Inning an. Die machen’s spannend. Natürlich machen die spannend. Aber das wird schon. Wir haben noch zwei Overs?
Ja, fünf Punkte noch. * Jubel * Finaaaale! Ich habe nicht gedacht,
dass wir ins Finale kommen. Ich bin glücklich. Unsere Familien
beten auch viel für uns. Alle sitzen vor Fernseher
und beten alle. Deswegen glaube ich: Durch deren Gebete
haben wir gewonnen. Mein beste Spiel
in meine ganze Leben. Ich habe erste Mal gespielt
so viele Kameras, so viele Leute. Ich freue mich, ich bin glücklich. Aus dem Nichts auf die Weltbühne, im Kampf um
den ersten europäischen Pokal. Zum großen Teil Nisars Verdienst. ♪ Finale, ohoho ♪ Vor fünf, sechs Jahren war ich in Bremen
bei einem anderen Verein. Da habe ich
Nisar und Mo Tahir kennengelernt. Sie wollten
einen Cricket-Verein gründen. Von der Idee ist etwas entstanden,
eine der besten Cricket-Vereine, die es in Deutschland gibt. Sie suchen immer neue Möglichkeiten,
werden von Jahr zu Jahr besser, haben was im Jugendbereich erreicht,
sehr viel Integration geleistet: Als die afghanischen Flüchtlinge
gekommen sind. Millionen
werden im Livestream erleben, wie die Bremer ihr erstes
internationales Finale spielen. Am allerwichtigsten: 100 % geben. Aber am allerwichtigsten ist,
dass wir es genießen. Und nur dein Spiel spielen. Ihr seid die Besten! Der Gegner: V.O.C. Rotterdam. Ein Verein mit langer Tradition
und einigen Nationalspielern, die sogar schon
bei Weltmeisterschaften waren. Das zahlt sich aus. SG Findorff ist ratlos. Die gesamte Situation ist … Das ist die gesamte Situation. Am Ende
hat Rotterdam 222 Punkte erzielt. Kaum zu schaffen für die Bremer,
doch die geben nicht auf. Zweites Inning. The target of 223 is,
as I said, pretty high. But at least
they are putting on a show here. What they do now is very good. Die Batsmen vom SG Findorff
kämpfen bis zum letzten Ball. Plötzlich schlagen auch sie
viele 4er- und 6er-Punkte. * Entspannte Musik * Trotzdem gewinnt Rotterdam
mit 91 Punkten Vorsprung. Das ist eine Profiklub,
wir sind ein Amateurklub, aber wir haben gut gemacht. Zweiter ist auch ein Sieg. Wir haben
eine Geschichte geschrieben. Gegen sehr gute Mannschaften
haben wir sehr gut gespielt. Ich bin super zufrieden. In der Meisterschaft zu Hause
haben sie die Chance, sich zu qualifizieren und dann
nächstes Jahr den Pokal zu holen. (alle) Hey! ♪ Fat Freddy’s Drop: “Dark Days” ♪ ♪ … where the soldiers stand by Lay down your weapons Take hold of your lives And when will we learn
that it’s hate that we taint Copyright Untertitel: NDR 2019

14 thoughts on “Cricket: Ein Stück Heimat in der Fremde | Sportclub | NDR Doku

  1. Endlich habe ich mal ansatzweise verstanden, worum es bei Kricket geht. Danke dafür, NDR. Und an die Bremer Jungs (und natürlich Nisar): Echt beeindruckend, was ihr da in so kurzer Zeit aufgebaut habt. Es wird sicher auch mal Rückschläge geben, das ist normal. Aber das was ihr bisher geschafft habt, kann euch niemand mehr nehmen. Weiter so. Es wäre meiner Meinung nach toll, wenn ihr auch ein paar "Deutsche" für diesen Sport begeistern könntet.

  2. Gj, coole Story, wollte schon immer bisschen mehr über Cricket lernen. Mein bisheriges Wissen stammte überwiegend vom HHGTTG und das war auch nicht viel.

  3. Woooow jetzt weis ich wieder wer der Gründer ist, das ist einfach der Kioskbesitzer wo ich immer meine pakete abhohle und tickets kaufe :0
    absoluter ehrenmann

  4. Toller Beitrag , super Cooles und sympathisches Team und Mega interessant „ Cricket“ 👏👍 Bis zu diesem Beitrag, kannte ich nix von Cricket – Respekt vor dem Team 👍😃

  5. 4:49 – 5:36 hääää??
    Welches Tor? (Wicket) und wann und wie darf dieses umgestoßen werden? Was?
    Und wohin renne die Spieler.. deren Team am Schlag ist? gibt's da auch Bases? Hä? Bisschen konkreter wäre nett gewesen.
    Hin und herlaufen.. von wo nach wo?? Was?

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